Marktgemeinde Pottendorf
2486 Pottendorf - Alte Spinnerei 1
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Historischer Überblick
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Im Bezirk Baden - südlich von Wien - findet sich der Ort Pottendorf, zwischen den beiden Flüssen Leitha und Fischa angesiedelt. Im Zentrum des Städtedreiecks Baden – Eisenstadt – Wr. Neustadt gelegen, ermöglicht Pottendorf seinen Bewohnern durch die optimale Anbindung an das Autobahnnetz Richtung Wien und Eisenstadt, sowie durch die Bahnverbindung  (Pottendorfer Linie) nach Wien und Wiener Neustadt und die Busverbindung nach Baden größtmögliche Mobilität und präsentiert sich als Wohngemeinde mit hoher Lebensqualität. Die Verschmelzung des bäuerlichen Ortsteils rund um das ehemalige Wasserschloss mit dem im 19. Jahrhundert aufgebauten Industriestandort führte zu seinem heutigen charakteristischen Ortsbild.

Seinen Ortsnamen verdankt Pottendorf wahrscheinlich einem seiner ersten Siedler, dem im 11. Jahrhundert lebenden, aus dem Geschlecht der Aribonen stammenden Potho (Botho). Er gab vermutlich dem Ort, der um die Burg entstand, seinen Namen „Potodorf“ (später Pottendorf).
Die Burg und seine Besitzer bildeten für lange Zeit das Kernstück des Ortes. Nach mehrmaligem Wechsel der Besitzer und dem Umbau der Burg in ein Wohnschloss erlangte 1665 Graf Franz Nadasdy die Herrschaft über das Schloss. Unter ihm gingen aus der Pottendorfer Schlossdruckerei mit Hilfe des Antwerpener Buchdruckers Hieronymus Verdussen die sogenannten „Pottendorfer Drucke“ hervor. Doch Nadasdy war auch in die „Magnatenverschwörung“ gegen Kaiser Leopold I. verwickelt und wurde deshalb in der Pottendorfer Burg verhaftet und am 30. April 1671 hingerichtet. Sein Vermögen wurde beschlagnahmt.
Dank eines Schutzbriefes kam Pottendorf beim Türkeneinfall 1683 relativ glimpflich davon. In der Burg bezog lediglich eine türkische Abordnung Quartier, die jedoch mit Ende der Belagerung Wiens wieder abzog. Wampersdorf und Landegg hingegen wurden niedergebrannt. 1702 erwarb Gundacker Graf von Starhemberg die Herrschaft und ließ 1714 bis 1717 nach den Plänen von Lukas von Hildebrandt die barocke Pfarrkirche erbauen.

Spinnerei Pottendorf, die erste Baumwollspinnerei am Kontinent
Ab dem 19. Jahrhundert bestimmte die Spinnerei maßgeblich das wirtschaftliche Leben in Pottendorf. Der seit dem Jahre 1802 herrschende Fürst Nikolaus Esterhazy von Galantha stellte den Grund für den Bau der ersten Maschinenspinnerei auf dem Kontinent zur Verfügung. Die notwendigen Pläne für die Spinnmaschinen verschaffte ihm der Engländer John Thornton, der auch die technische Leitung der Spinnerei übernahm. Der Betrieb erlebte viele Höhen und Tiefen, musste jedoch am 9. Juli 1978 schlussendlich seine Produktion einstellen. Dieser Verlust konfrontierte die Gemeinde mit großen finanziellen Problemen. Die Spinnerei war bis dato die „Nährmutter“ des Ortes gewesen. Um Spekulanten vorzubeugen erwarb die Gemeinde alle Werkswohnungen. Die Strom- und Wasserversorgung sowie die Abwasserentsorgung war bislang Sache der Fabrik gewesen und musste nun von der Gemeinde übernommen werden.
Nach der Gemeindezusammenlegung im Jahre 1972 wurde mit dem Bau der Bahnunterführung die Verkehrsverbindung zwischen den Ortsteilen Pottendorf und Landegg wesentlich verbessert.

Hofansicht des Schulzentrums Pottendorf
Der kubistische Schulbau in der Johannes Heigl-Gasse wurde durch Zubauten ständig vergrößert und zuletzt im Jahr 2000 um eine Sport- und Veranstaltungshalle erweitert. Die Volks- und Hauptschule sowie die Musikschule und die Gemeindebibliothek sind heute in diesem Schulzentrum untergebracht.
Die Gemeindebibliothek wird im Rahmen der Umbauarbeiten des Schulzentrums (im Sommer 2011) in das Obergeschoß verlegt und wird daher vorläufig aus organisatorischen Gründen als interne Schulbibliothek genützt.

Mit der Errichtung des NÖ Landes-Pensionisten- und Pflegeheimes im Jahre 1996, zusätzlichen sozialen Einrichtungen, der Außenstelle der Bezirkshauptmannschaft Baden und der Volkshochschule deckt die Gemeinde einen Großteil der Bedürfnisse seiner Gemeindebürger ab.
Besondere Bürgernähe beweist Pottendorf durch das neue Bürgerbüro im Gemeindeamt sowie durch die zweckmäßig umgestaltete Wertstoffsammelstelle bei der Kläranlage zur bürgerfreundlichen Entsorgung des anfallenden Mülls.
Im renovierten „Rothen Hof“ befinden sich das sehenswerte Pottendorfer Heimatmuseum sowie Ausstellungs- und Veranstaltungsräumlichkeiten, in denen ein abwechslungsreiches Kulturprogramm geboten wird.

Feuerwehrhaus am Marktplatz Pottendorf
Mit der Errichtung des neuen Feuerwehrhauses im Jahr 2004 setzte Pottendorf ein zukunftsweisendes architektonisches Zeichen und einen zeitgemäßen Akzent im Ortskern.
Durch den Ankauf der ehemaligen Spinnerei im Jahr 2004 konnte sichergestellt werden, dass dieses historische Bauwerk nur im Einvernehmen mit der Gemeinde einer künftigen Nutzung zugeführt werden kann.
Durch eine gesicherte Nahversorgung im Ortszentrum sowie die gute Infrastruktur, den Erhalt von großen Grünraumzonen und das rege Vereinsleben ist eine hohe Lebensqualität für die Bewohner Pottendorfs gegeben.
 

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