Marktgemeinde Pottendorf
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Historischer Überblick
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Von Pottendorf aus in Richtung Westen kommt man in den Heurigenort Siegersdorf, der vor allem im Sommer von zahlreichen Ausflüglern und Radfahrern vom nahegelegenen Haschendorfer See geschätzt wird. Entlang der Fischa, die 4 km südlich in der Dagnitz-Au entspringt, entwickelte sich der Ortskern, dessen neugestaltetes Ortszentrum die renovierte St. Anna-Kirche und das Siegersdorfer Vereinshaus (ehem. Amtshaus) bilden.

Im 11. Jahrhundert entstanden, scheint der Ort erstmals namentlich durch Rudolf de Sigehartestorf im Rahmen einer Schenkung im Klosterneuburger Codex zwischen 1125 und 1140 auf. Der ursprüngliche Ortsname wandelte sich mehrmals von Sighartestorf über Sighartstorf-Sighertstorf-Sigerstorf schließlich zu Siegersdorf. Das durch die Kriege des ungarischen Königs Mathias Corvinus verödete Dorf wurde wieder neu besiedelt, danach aber noch mehrmals von den Türken gebrandschatzt und geplündert. Die wirtschaftliche Grundlage des Ortes bildete die Landwirtschaft, vor allem der Getreideanbau.

Da die Wasserkraft der Fischa genutzt werden konnte, kam es bereits früh zu Betriebs- und Fabriksgründungen, wodurch die Bevölkerung anwuchs, während sich die Häuserzahl des kleinen Ortes kaum veränderte.

Erwähnt werden können die Börtlfabrik-Bandelfabrik (1796), die Weißgerberwalk (1774) und spätere Kotzenwalk (1798). Das heute einzige größere Industriegelände der Fa. Anton Mach – Gummiwarenfabrik beherbergte 1829 eine Spinnfabrik und 1886 eine Pfeifenfabrik.
Von großer Bedeutung für den Ort war das 1872 errichtete Barackenlager für ein Artilleriebataillon, dessen dort gelagerten Geschosse 1917 bei einer Explosion verheerende Schäden anrichteten. Diese Explosionskatastrophe zählt neben der Bombardierung im Jahre 1944 zu den dramatischsten Ereignissen Siegersdorfs.

Die mit dem Ende des ersten Weltkrieges einsetzende Siedlungstätigkeit weitete sich nach 1950 weiter aus und hält bis heute an, was einerseits auf die Mobilität der Bürger, andererseits auf die Attraktivität des Ortes zurückzuführen ist. 2002 wurde die Errichtung der Ortskanalisation mittels Vakuumkanal abgeschlossen. Die im Jahre 2004 neuerrichtete Pottendorfer Straße sowie das neugestaltete Ortszentrum mit der renovierten St. Anna-Kirche und dem adaptierten Gemeindehaus betonen den ländlichen Dorfcharakter von Siegersdorf.

 

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